Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper gehört auch ausreichende Bewegung. Hier erobern Mädchen und Frauen immer mehr Terrain. Gerade Sportarten, die früher nur Männern vorbehalten waren, wie der Fußball, boomen. In Nordrhein-Westfalen fand im Februar 2008 sogar das erste Fußballturnier für Mädchen und Frauen mit Behinderung statt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bietet auf seinen Internetseiten umfangreiche Informationen zu Frauen und Gleichstellung im Sport. 2007 hat der DOSB zudem den ersten bundesweiten Frauensportaktionstag ins Leben gerufen, mit dem mehr Mädchen und Frauen für den Vereinssport begeistert werden sollen. 2008 wird dieser Tag zu den Frauensportaktionswochen im Monat Juni ausgeweitet.
Mit dem Programm "Mehr Chancen für Frauen und Mädchen im Sport" unterstützt die nordrhein-westfälische Landesregierung nicht nur die aktive Beteiligung von Mädchen und Frauen am Sport, sondern fördert auch deren Partizipation an Organisationen, Verwaltung und politischer Vertretung. Alle zwei Jahre vergeben der Landessportbund Nordrhein-Westfalen e. V. und das Innenministerium den NRW-Preis "Mädchen und Frauen im Sport". Ziel des Preises ist es, die zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten und Leistungen von Mädchen und Frauen in den unterschiedlichen Feldern des Sports sichtbar zu machen.
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat zudem ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt, um sexualisierte Gewalt im Sport zu verhindern. Dazu gehören unter anderem Informationsmaterialien und eine Sonderlizenz-Ausbildung zur "Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainerin für Mädchen und Frauen". Außerdem wird seit 1999 vom Landessportbund und Sportministerium Nordrhein-Westfalens sehr erfolgreich eine Präventionskampagne "Schweigen schützt die Falschen" zur sexualisierten Gewalt im Sport umgesetzt. Hier werden vor allem Plakate, altersgerechte Informationsmaterialien, Handreichungen erarbeitet und publiziert. Die Initiativen sind in der Broschüre "Schweigen schützt die Falschen" dokumentiert worden, in der auch mögliche Perspektiven aufgezeigt und neue thematische Akzente gesetzt werden. Die Kampagne richtet sich an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen im Sport, Mädchen, erwachsene Frauen, Mädchen und Frauen mit Behinderungen, Jungen sowie Eltern.
Auch in 2008 geben die Sportjugend im Landessportbund und der Behinderten-Sportverband Nordrhein-Westfalen e. V. wieder den Mädchensportkalender "Kalendrina" heraus. Er wird von Mädchen mit und ohne Behinderungen gestaltet und soll zu sportlichen Aktivitäten motivieren. 2007 gewann der Kalender den ersten Preis beim Wettbewerb "Grenzüberschreitungen. Chancengleichheit in Europa - eine Chance für Nordrhein-Westfalen", den das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Europäischen Jahres der Chancengleichheit ausgelobt hatte.
