Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Wissenschaftlerinnen mit Zuwanderungsgeschichte

Forschungsprojekt des 'Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung' in Bonn

"Nach wie vor wird der Diskurs um die Beteiligung von Frauen in der Wissenschaft intensiv geführt", sagt Inken Lind, "dennoch sind Frauen mit Migrationshintergrund bislang sowohl von der Forschung als auch von der Politik kaum berücksichtigt worden". Die wissenschaftliche Mitarbeiterin leitet das Forschungsprojekt "Migrantinnen in der Wissenschaft". Mit ihm soll geklärt werden, wie Wissenschaftlerinnen mit Zuwanderungsgeschichte ihre universitäre Laufbahn meistern und wie sich ihre spezifische Lebens- und Arbeitssituation darstellt. Das Projekt wurde 2007 vom CEWS, dem Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung, als deutscher Beitrag zum "Europäischen Jahr der Chancengleichheit" gestartet.

Bestandsaufnahme an deutschen Universitäten

Zusammen mit Dr. Parminder Bakshi-Hamm von der RWTH Aachen, die selbst Wissenschaftlerin mit Zuwanderungsgeschichte ist, und ihrem Forschungsteam versucht Lind zu ermitteln, ob an den Hochschulen ein Bewusstsein für die Probleme, aber auch die Potenziale von zugewanderten Wissenschaftlerinnen besteht. Zudem soll erfasst werden, welche Integrationsmaßnahmen an einzelnen Hochschulen bereits stattgefunden haben. Hierzu wurden Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte an ausgewählten Hochschulen in Deutschland befragt.

Das Ruhrgebiet als interessantes Forschungsfeld

Gerade auf die Ergebnisse von den Hochschulen aus dem Ruhrgebiet sind Lind und Bakshi-Hamm sehr gespannt, da die Städte in diesem Ballungszentrum einen hohen Anteil an Studierenden und Wissenschaftler/-innen mit Zuwanderungsgeschichte vorweisen können. Zurzeit arbeitet das Forschungsteam am Abschlussbericht, der im Sommer vorliegen soll. Anhand der Ergebnisse möchte das CEWS strukturelle Maßnahmen an den Hochschulen anregen, die die Entwicklungschancen der Wissenschaftlerinnen mit Zuwanderungsgeschichte verbessern sollen.

Weiterführender Link:

(frauennrw.de, 07.04.2008)

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