Pressemitteilung vom 04.08.2008
Die nordrhein-westfälischen Künstlerinnen Rosa Barba, Brigitte Dams, Daniela Georgieva, Christiane Rasch und Silke Schatz erhalten das bundesweit einzigartige Stipendium für Bildende Künstlerinnen mit Kindern. Im Unterschied zu den anderen Stipendien des Landes brauchen die ausgewählten Künstlerinnen ihren Aufenthaltsort nicht zu wechseln, um das Stipendium nutzen zu können. Die für fünf Monate mit monatlich 1000 Euro dotierten Stipendien werden seit 1997 vom Ministerpräsidenten des Landes alle zwei Jahre an herausragende Künstlerinnen vergeben. Die Organisation hat, wie in den Jahren zuvor, das Frauenkulturbüro NRW e.V. im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen übernommen. 205 in Nordrhein-Westfalen lebende und arbeitende Bildende Künstlerinnen bewarben sich in diesem Jahr für das Stipendium. Fachleute in der Jury waren: Susanne Eser, Angewandte Kulturwissenschaftlerin, Hannover, Dr. Doris Krystof, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Lilian Haberer, Kunstwissenschaftlerin, Köln, Alice Musiol, Stipendiatin 2006, Köln.
Rosa Barba, geboren 1972 in Agrigento, Italien und wohnhaft in Köln, initiiert mit ihren Arbeiten eine Reflexion über das Medium Film und seine Apparaturen, die sie über ein eigenständiges und vielfältiges mediales Spektrum wie Film, Installation, Sound und Text entstehen lässt. Durch das subtile Aufbrechen der verschiedenen Komponenten des Films, wie Ton, Bild und Narration, werden die Nahtstellen atmosphärischer Erzählung, zeitlicher Abläufe und architektonischer Räume offengelegt.
Brigitte Dams, geboren 1965 in Rhede (Westf.) und wohnhaft in Düsseldorf, zeichnet sich durch eine konsequente Arbeit mit plastischem Material aus, das im wahrsten Sinne des Wortes aus Schnüren, Gummischläuchen oder Kunststoffröhren besteht. Unter Rückgriff auf unterschiedliche handwerkliche Techniken und Tätigkeiten wie Flechten, Knoten, Spannen, Dehnen kommen skulptural-räumliche und physische Qualitäten zum Vorschein, die eine prägnante Auffassung von Materialität artikulieren.
Daniela Georgieva, geboren 1979 in Plovdiv, Bulgarien, und wohnhaft in Düsseldorf, entwickelt mit ihren Videoarbeiten, Collagen und Objekten subtile Erzählungen, die als bühnenhafte Rauminstallationen in eine poetische und versponnene Welt entführen. Kaleidoskopartig kreisen die farb- und formstarken Szenarien um Sehnsucht und Begehren und haben doch meist in der Realität der Gegenwart ihren Ausgangspunkt.
Christiane Rasch, geboren 1971 in Krefeld und wohnhaft in Köln, verfügt über einen komplexen künstlerischen Ansatz, der sich durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien und Techniken auszeichnet. Bei aller Zurückhaltung entfalten die minimalistischen Holzobjekte ebenso wie die aus folkloristischen Versatzstücken montierten Fotocollagen oder die transparenten Folienverspannungen eine starke Präsenz im Raum.
Silke Schatz, geboren 1967 in Celle und wohnhaft in Köln, entfaltet in ihren großformatigen Zeichnungen und Rauminstallationen eine prägnante und eigenständige Bildsprache, die Koordinaten der eigenen, erlebten oder tradierten Geschichte aufnimmt. Das Medium Zeichnung wird ihr zum Mittel und zur Topographie subjektiver wie kollektiver Erzählung; in der räumlichen Isometrie oder in der Konturen offen legenden Freihandzeichnung sucht sie die Auseinandersetzung mit persönlichen und politisch-kollektiven Erinnerungsstrukturen.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung: Frauenkulturbüro NRW e.V., Kulturzentrum Fabrik Heeder, Virchowstr. 130, 47805 Krefeld, Tel.: 02151 – 39 30 25, Mail: info@frauenkulturbuero-nrw.de, www.frauenkulturbuero-nrw.de.