Aktion der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in Nordrhein-Westfalen e.V.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine Kampagne für mehr Sichtbarkeit von frauenliebenden Frauen in Zeitschriften gestartet. Die Redaktionen von Frauenzeitschriften, Jugend- und Publikumsmagazinen sollen Briefe erhalten, in denen sie um eine deutlichere Einbeziehung lesbischer Themen gebeten werden. "Noch immer finden die Lebensentwürfe und die Alltagsrealität frauenliebender Frauen wenig oder gar keine positive Berücksichtigung in der Presse", so Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin der LAG. Die Kritik richtet sich insbesondere an die "so genannten Frauenzeitschriften".
Gabriele Bischoff kritisiert, dass durch diese mangelnde Medienpräsenz nur wenig gute Identifikationsmöglichkeiten für Lesben angeboten werden, die laut der aktuellen Brigitte-Studie "Frauen auf dem Sprung" neun Prozent der weiblichen Bevölkerung aller Schichten und Altersgruppen ausmachen. Denn so viele junge Frauen zwischen 17 und 29 Jahren antworteten auf die Frage, mit wem sie in einer Partnerschaft zusammenleben möchten, "mit einer Frau". Daher hat die LAG eine Liste von Frauenzeitschriften, Jugend- und Publikumsmagazinen erstellt, die von möglichst vielen Frauen Briefe bekommen sollen. In den von der LAG entworfenen Musterbriefen werden die Verlage dazu aufgefordert, den "Anschluss an die zeitgemäße Lebensrealität von Frauen" nicht zu verpassen und mehr Artikel und Berichte etwa zu Regenbogenfamilien, langjährigen Frauenpaarbeziehungen oder lesbischen Vereinen zu veröffentlichen. Frauen können die Briefe an Redaktionen ihrer Wahl versenden und mit eigenen Inhalten ergänzen.
Pressemitteilung zur Kampagne und Musterbriefe auf den Internetseiten der LAG Lesben NRW e.V.
(frauennrw.de, 23.10.2008)