Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Schulen im Ruhrgebiet begeistern Mädchen für Technik und Naturwissenschaft

Pressemeldung vom 19.11.2008:

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration und das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilen mit:

Schulministerin Barbara Sommer und Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich aus dem Frauenministerium haben heute (19. November 2008) in einer gemeinsamen Talkrunde auf der Abschlussveranstaltung des Projekts "Mädchen wählen Technik" in Dortmund die besondere Relevanz dieses Konzepts hervorgehoben: Besonders Mädchen sollten für technische Berufe stärker ermutigt werden. Ministerin Sommer zeichnete anschließend 15 Schulen für beispielhafte Unterrichtsansätze aus.

Rund 80 Schulen im Ruhrgebiet haben sich seit Anfang 2007 intensiv für die Förderung von Mädchen in technischen und naturwissenschaftlichen Fachbereichen eingesetzt. Ermöglicht wurde dies durch das von Frauenminister Armin Laschet und Schulministerin Barbara Sommer geförderte Projekt "Mädchen wählen Technik", dessen Ziel die naturwissenschaftlich-technischen Potenziale von Schülerinnen besser zu erkennen und zu fördern war. Durchgeführt wurde das Projekt von der Stiftung Partner für Schule Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Auf der Abschlussveranstaltung stellten einige ausgewählte Schulen die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Schulministerin Barbara Sommer prämierte aus diesem Anlass 15 Schulen mit einem Preisgeld von je 1.000 Euro.

Im Rahmen des Projekts qualifizierten sich über 200 Lehrkräfte und tauschten in Seminaren ihre Praxiserfahrungen aus, um Mädchen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Denn: Frauen sind in technischen Berufen immer noch stark unterrepräsentiert, obwohl viele von ihnen dafür gute schulische Leistungen mitbringen. Nur wenige Schulabgängerinnen entscheiden sich für eine Ausbildung oder ein Studium in naturwissenschaftlichen oder technischen Berufsfeldern. Zugleich mangelt es vielen Unternehmen an qualifiziertem Nachwuchs. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass allein 26 Grundschulen in diesem Projekt mitarbeiteten und sechs der 15 Preisträger stellen.

Mit guten schulischen Konzepten zur Nachahmung anregen

Nicht nur gute und praxiserprobte Beispiele ermutigen Mädchen, sondern die Lehrkräfte sind selbst auch Vorbilder im Hinblick auf die spätere Berufsorientierung und Lebensplanung der Schülerinnen und Schüler. So beschäftigte sich eine zweite Klasse einer Grundschule in Dinslaken mit der Konstruktion und dem Bau von Brücken. Die Kinder besuchten dazu auch die Müngstener Brücke in der Nähe von Solingen, die mit 107m Höhe die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands ist. Zweit- und Viertklässler der Barbara-Schule in Duisburg lernten Leonardo da Vinci als Naturwissenschaftler und Künstler kennen.

Die fünfte Klasse der Gelsenkirchener Hauptschule Schwalbenstraße baute unter Anleitung der Maler-Werkstatt der Ruhrkohle AG ein kinetisches Kunstwerk. Schüler/innen des 6. und 7. Jahrgangs der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne erprobten sich mit Hilfe von Lego-Bausätzen an programmierbaren Robotern. Diese und andere Beispiele sind ausführlich dokumentiert und im Internet unter www.maedchenwaehlentechnik.de abrufbar.

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