Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Verdienstkreuz für Dr. Elisabeth Nilkens aus Herten

Minister Armin Laschet: Bürgerstifterin aus Leidenschaft

Pressemitteilung vom 08.12.2008

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Generationenminister Armin Laschet hat heute (8. Dezember 2008) Dr. Elisabeth Nilkens, ehemalige Ärztin bei der Bundesknappschaft und bis 2007 Vorstandsvorsitzende der Hertener Bürgerstiftung, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. "Ihr leidenschaftliches Engagement, Ihr Rundum-Einsatz in der von Ihnen mit aufgebauten Bürgerstiftung Herten hat Ihnen den Ruf 'Motor für Projekte' beschert. Ich bin sicher, dass dieser genauso verdient ist wie diese hohe Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl", so Minister Laschet während der feierlichen Überreichung des Verdienstordens, das Dr. Nilkens auf Vorschlag von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers vom Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler verliehen wurde.

"Es ist mir eine große Ehre, Ihnen für Ihre Arbeit und Ihren Sinn für das Soziale diese Auszeichnung überreichen zu dürfen. Besonders beeindruckt hat mich Ihr Anliegen, die Probleme chancenloser Jugendlicher zu mindern und ihnen Perspektiven zu eröffnen. Ihr Optimismus und Ihre Risikobereitschaft haben verschiedenste Vorhaben möglich gemacht", sagte Laschet.

Der Minister machte darauf aufmerksam, dass es Dr. Elisabeth Nilkens intensivem Einsatz zu verdanken ist, dass die Bürgerstiftung Herten ihr größtes Projekt verwirklichen konnte: Der Kauf, der Ausbau und die Inbetriebnahme des Hofes Wessels in Herten, der als Jugendwerkhof für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf dient: "Mit dem Jugendwerkhof bietet die Bürgerstiftung bis zu 90 Jugendlichen jährlich Beschäftigungs-, Orientierungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten an. Dafür möchte ich Ihnen ganz persönlich danken", so Laschet.

Dr. Elisabeth Nilkens gab ihre berufliche Tätigkeit als Ärztin vorzeitig mit 61 Jahren auf, um den Anforderungen der Aufbauphase der Bürgerstiftung Herten nachkommen zu können. Bis zum Jahr 2007 amtierte sie als Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung. Während Ihrer Amtszeit wuchs die Zahl der Stifter von 39 auf 87, das Stiftungskapital verdoppelte sich nahezu von ursprünglich 53.000 Euro auf 105.000 Euro im Jahr 2007. Ihre Arbeit und Ihr bürgerschaftliches Engagement kam vor allem der Stadt Herten im Strukturwandel zugute.

Bis heute ist Dr. Nilkens fast täglich auf dem Hof Wessels. Sie organisiert Kulturveranstaltungen, gewinnt ehrenamtliche Künstler und zeigt sich stets offen für Neuerungen und Erweiterungen.

Seit einiger Zeit beteiligt sich die Stiftung an dem Projekt "Soziale Stadt Herten-Süd", in der die Stiftung im Rahmen des Quartiermanagements die Zusammenarbeit mit Frauen mit Zuwanderungsgeschichte übernommen hat. Ziel ist die Verbesserung von nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen. In weiteren Einzelprojekten wird der generationenübergreifende Zusammenhalt zwischen Jung und Alt gefördert.

Seit 2005 nimmt Dr. Nilkens das Ehrenamt einer Regionalkuratorin der "Initiative Bürgerstiftung" wahr. Ihre damit verbundene Aufgabe, ihre Erfahrungen mit der Hertener Bürgerstiftung vor allem im westlichen Teil Nordrhein-Westfalens, anderen zu vermitteln, die eine Stiftung gründen wollen, erfüllt sie mit Engagement und großer Kompetenz. "Dr. Nilkens hat mit Ihrer Arbeit dazu beigetragen, neue Formen gemeinnütziger Beteiligungsmodelle zu erläutern, sie anzugehen und ins Leben zu ru fen. Sie ist somit ein Vorbild für unsere Gesellschaft", so Laschet.

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