Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderungen geht in die zweite Phase

Bewerbung als Mentee ab sofort möglich

"Türen öffnen - Wege ebnen" ist das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung. Ziel des 2008 vom Hildegardis-Verein ins Leben gerufenen und von der Conterganstiftung unterstützten Programms ist es, die Studien- und Berufsplanung von behinderten Frauen individuell zu fördern. Zwölf Monate lang werden sie von einer berufserfahrenen Mentorenpersönlichkeit begleitet. Für die zweite Phase des Programms, das im Januar 2010 startet, können sich Studentinnen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung ab sofort und bis zum 15.9.2009 als Mentee bewerben.

Behinderte Studentinnen vermissen Ansprechpersonen

Studentinnen mit Behinderung vermissen an der Hochschule persönliche Beratung und Ermutigung. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Hildegardis-Vereins zur Ermittlung des Förderbedarfs von Studentinnen mit einer Behinderung. Sie müssen im Studienalltag vielfältige Herausforderungen bewältigen. Beispielsweise verfügen sie über besonders eingeschränkte Möglichkeiten, während des Studiums durch Nebenjobs erste Arbeitserfahrungen zu sammeln. Schwierigkeiten gibt es auch bei der Finanzierung und Organisation von Auslandsaufenthalten, da Assistenzleistungen im Ausland nur sehr begrenzt über die Sozialhilfe und Pflegeversicherung finanziert werden.

Chance, eigene Potenziale zu entdecken

Auf Grundlage der Studie hat der Hildegardis-Verein ein Mentoring-Programm konzipiert, das Studentinnen mit einer Behinderung gezielt dabei unterstützt, eigene Potenziale, Begabungen und Ressourcen zu entdecken und weiterzuentwickeln. Die ihnen zur Seite gestellten Mentoren und Mentorinnen begleiten sie durch die Entscheidungsprozesse auf dem Weg in den Beruf. Die Arbeit dieser Tandems ergänzen gemeinsame Veranstaltungen zum Auftakt, zur Zwischenbilanz und zum Abschluss der Mentoringphase. Das gesamte Programm wird von einer Supervisorin begleitet und von unabhängiger Stelle wissenschaftlich evaluiert.

Mentorinnen und Mentoren gewähren Einblick in ihren Berufsalltag

Die in das Programm eingebundenen Mentorinnen und Mentoren sind berufserfahrene Persönlichkeiten mit akademischem Abschluss aus allen Fachrichtungen. Die meisten von ihnen leben selbst mit einer Behinderung, Contergan-Schädigung oder chronischen Krankheit. Durch Erfahrungen, die sie gesammelt, Hürden, die sie gemeistert, und Chancen, die sie ergriffen haben, verfügen sie über wertvolle Lebenserfahrung, von denen die Studentinnen profitieren können. Mentor/-inn/-en und Mentees vereinbaren regelmäßige telefonische oder persönliche Beratungsgespräche. In Praktikatagen kann die Mentee zudem den Berufsalltag ihrer Mentorin bzw. ihres Mentors erfahren und so berufliche Strategien und Führungsverantwortung kennenlernen.

Weiterführende Links:

(frauennrw.de, 29.05.2009)

 

(frauennrw.de, 29.05.2009)

 

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