Die Kölner Filmemacherin wendet sich gegen das einseitige Bild von Zugewanderten in Deutschland.
Eren Önsöz ist in der Türkei geboren, in Deutschland aufgewachsen und hat eine Zeit in Italien gelebt. Sie spricht fünf Sprachen und fühlt sich an vielen Orten heimisch. Sie findet es absurd, dass die Meinung herrscht, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien zweigeteilt. Jeder Mensch habe verschiedene Identitäten. Die Filmemacherin zitiert gerne Goethe, wenn es um ihre Identität geht. Auf die Frage, ob sie sich als Deutsche oder als Türkin fühle, antwortet sie: "Tut mir leid, ich bin nicht deutsch oder türkisch. Ich bin, wie Goethe es sagen würde, Weltbürgerin."
In dem rasanten Road Movie "Import - Export" erzählt die 37-Jährige Geschichten über das jahrhundertealte Zusammenleben von Türken und Deutschen.
Wir stellen Eren Önsöz und ihren Film im Rahmen unseres aktuellen Schwerpunktes "Frauen und Integration" vor.
(frauennrw.de, 29.09.2009)
