Initiativen von Terre des Femmes, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und dem Deutschen Olympischen Sportbund
Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wird auch in diesem Jahr mit zahlreichen Initiativen auf die noch immer vorherrschende Gewalt im weiblichen Lebensalltag aufmerksam gemacht. Bereits zum neunten Mal ruft Terre des Femmes zur Fahnenaktion auf. 2008 wurden mehr als 5000 "frei leben - ohne gewalt"-Fahnen in über 850 Städten und Gemeinden gehisst, einige davon im Ausland. Auch das nordrhein-westfälische Frauenministerium wird sich wieder an der Fahnenaktion beteiligen.
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ruft ihre Mitglieder auf, sich anlässlich des Internationalen Tages "Nein zu Gewalt an Frauen" besonders mit dem Thema "Gewalt in der Pflege" auseinander zu setzen. Physische und psychische Gewalt sowohl bei den Pflegenden als auch bei den Pflegebedürftigen unterlägen bisher einem weitgehenden Tabu. Mit den diesjährigen Aktionen rund um den 25. November möchte die kfd das Thema öffentlich machen und für eine menschenwürdige Pflege und Entlastung von Pflegenden und Pflegebedürftigen werben.
Gemeinsam mit den Kampfsportverbänden ruft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) alle Kampfsportvereine auf, in dieser Zeit bundesweit Schnupperkurse zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen anzubieten. Dabei wird die Zusammenarbeit mit Fraueninitiativen und kommunalen Frauenbüros vor Ort empfohlen. "Starke Frauen werden seltener Opfer", so DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers. "Sport kann wirkungsvolle Hilfen bei der Prävention und Intervention gegen Gewalt an Frauen und Mädchen anbieten. In Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen können Frauen ihr Selbstwertgefühl, ihr Selbstvertrauen und ihre Verteidigungsbereitschaft stärken. Sie werden motiviert, Übergriffe wahrzunehmen und sich zu wehren."
(frauennrw.de, 11.11.2009)