Jeweils ein Raum ist den Künstlerinnen Rosemarie Trockel, Lee Bontecou, Nancy Spero, Charlotte Posenenske, Annette Messager und Candida Höfer in einer Ausstellung im K21 Ständehaus (Foto) der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gewidmet. Das Besondere: Die Ausstellung eröffnet nach und nach. Jeden Monat kommt ein neuer Raum dazu. Vom 7. März bis 29. April 2012 sind dann die Werke aller Künstlerinnen zu sehen.
Im K21 Ständehaus der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf entstehen nach und nach sechs Künstlerinnenräume. Das Projekt startete am 5. Oktober 2011, als der erste Raum mit den Werken der Keramik-Künstlerin Rosemarie Trockel eröffnet wurde. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Themen wie Zerbrechlichkeit und Brutalität, Verletzlichkeit und Missbrauch auseinander. Im November kam ein weiterer Raum mit Arbeiten von Lee Bontecou dazu. Von der 80-jährige US-Künstlerin sind große dreidimensionale Wandarbeiten aus den 1960er Jahren zu sehen, die durch technische Errungenschaften aus Industrie und Raumfahrt inspiriert sind. Im dritten Raum zeigt das Museum seit Dezember 2011 Gouachen der amerikanischen Künstlerin und Frauenrechtlerin Nancy Spero, die sie als Manifest gegen den Vietnamkrieg verstanden wissen will.
Vernissage für die ungewöhnlichen Arbeiten von Charlotte Posenenske ist am 11. Januar 2012, 19.00 Uhr. Ihre Objekte bestehen aus Einzelteilen, die an Module aus serieller Produktion erinnern und von Ausstellerinnen und Ausstellern nach eigenem Ermessen zusammen gesetzt werden können. Die freie Kuratorin Ruth Noack aus Wien wird zur Ausstellungseröffnung sprechen.
Zur Eröffnung ihres Künstlerinnenraums am 15. Februar 2012, 20.00 Uhr, ist die Künstlerin Annette Messager selbst anwesend. Sie ist im Gespräch mit Marion Ackermann, der künstlerischen Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, zu erleben. Die französische Künstlerin nutzt für ihre Objekte vielfach Gegenstände aus dem Alltag.
Wenn der Raum mit Fotografien von Candida Höfer am 7. März 2012, 19.00 Uhr, eröffnet wird, ist die Ausstellung komplett. „Raum“ ist das Thema, mit dem sich Candida Höfer in ihren sachlich-dokumentarisch wirkenden Bildern auseinander setzt. Maria Müller-Schareck, Kuratorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, wird anlässlich der Eröffnung des Künstlerinnenraumes durch die Ausstellung führen.
Noch bis zum 29. April 2012 können Kunstinteressierte die Ausstellung besuchen.
(frauennrw.de, 11.01.2012)
Foto: Florian Monheim / Kunstsammlung NRW
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