Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit koordiniert den Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag bundesweit und hat über 2.000 Mädchen mit Zuwanderungshintergrund zu ihren Berufswünschen befragt. Rund ein Drittel der Mädchen kann sich vorstellen, später in einem technischen, ingenieurwissenschaftlichen, handwerklichen oder IT-Beruf zu arbeiten.
Pressemitteilung des Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag vom 22.03.2012
Nach dem Girls’Day 2011 sagten knapp 35 Prozent der Mädchen mit Migrationshintergrund, sie hätten Lust in dem Betrieb, den sie am Girls’Day besucht haben, später ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren. Mädchen aus Zuwanderungsfamilien sind demnach neuen Berufswegen gegenüber sehr aufgeschlossen.

Derya programmiert einen Roboter
"Das Potenzial, das junge Frauen mit Migrationshintergrund mitbringen, wird bisher in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik noch nicht ausreichend erkannt", sagt Elisabeth Schöppner, Projektleiterin der Bundesweiten Koordinierungsstelle Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag. Durch die interkulturelle Herkunft können junge Migrantinnen häufig sehr gut zwischen verschiedenen Kulturen interagieren, sind oft besonders flexibel und sprachlich talentiert. Teams, die möglichst vielfältig besetzt sind, arbeiten erfolgreicher als Teams, in denen die Mitglieder eine homogene Gruppe bilden.
Der Girls’Day selbst kommt bei den Mädchen mit Migrationshintergrund gut an. Über 90 Prozent der Mädchen hat der Girls’Day sehr gut oder gut gefallen. Über den Girls’Day entdecken viele Mädchen ihren Wunschberuf. So war es auch bei Derya, die ein so genanntes duales Studium absolviert. Die heute 22-Jährige studiert Maschinenbau an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin und macht gleichzeitig eine Ausbildung zur Industriemechanikerin bei der Ford-Werke GmbH in Köln. Im neuen Girls’Day-Podcast auf www.girls-day.de zeigt sie, was sie dabei alles erlebt.
Hintergrund
Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag findet das nächste Mal am 26. April 2012 statt und ermöglicht Mädchen ab der fünften Klasse einen Schnuppertag in einem frauenuntypischen Beruf. So absolvieren Mädchen Tagespraktika in Berufen des technischen, naturwissenschaftlichen, handwerklichen oder IT-Bereichs und lernen Chefetagen sowie erfolgreiche Frauen in Führungspositionen kennen. Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. mit Sitz in Bielefeld koordiniert den Girls’Day seit 2001 bundesweit. Mehr als eine Million Mädchen haben bereits am Girls’Day teilgenommen.
Die Bundesweite Koordinierungsstelle des Girls'Day – Mädchen-Zukunftstags wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag ist ein Projekt des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und eine Gemeinschaftsaktion des BMBF und des BMFSFJ, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und des Bundeselternrats.
(frauennrw.de, 17.04.2012)
Foto und Grafik: www.girls-day.de
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