Geschlechtsspezifische Unterschiede stellten eine noch immer unterschätzte Herausforderungen für das gesundheitliche Versorgungssystem dar, sagte Staatssekretärin Marlis Bredehorst anlässlich des Workshops "Sie tickt anders. Er auch. Geschlechterspezifik in Medizin, Pflege, Forschung, Lehre..." des Netzwerks Gendermedizin & Öffentlichkeit am 16. Mai 2012 in Bochum.
Elterngeld beeinflusst das Erwerbsverhalten von Müttern. Das zeigt der „Elterngeld Monitor“ des DIW Berlin im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Demnach führt das Elterngeld dazu, dass Mütter die Erwerbstätigkeit im ersten Jahr nach der Geburt unterbrechen. Im zweiten Lebensjahr des Kindes dagegen steigt die Erwerbsbeteiligung. Die größten Effekte zeigen sich hier bei Müttern mit niedrigem Einkommen und Müttern in Ostdeutschland.
Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag steigert den weiblichen Nachwuchs in technischen, naturwissenschaftlichen, handwerklichen und IT-Berufen. Mehr als jedes dritte Unternehmen (40 Prozent) bekommt am Girls’Day Anfragen von Teilnehmerinnen nach Praktikums-, Ausbildungs- und Studienplätzen.
Das durchschnittliche eigene Alterseinkommen von Frauen in Deutschland ist um 59,6 Prozent geringer als die eigene Alterssicherung von Männern. Das ist das Ergebnis einer im Februar 2012 vom Bundesfamilienministerium veröffentlichten Studie zum "Gender Pension Gap", für die die Bezüge von Personen über 65 Jahren untersucht wurden.
Der Kalender "Women Inspiring Europe" möchte die Erfolge bemerkenswerter Frauen in Europa sichtbar machen. Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen in Vilnius, Litauen, lädt dazu ein, Geschichten von Frauen für den virtuellen Kalender vorzuschlagen.
Das Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte in Münster präsentiert unter dem Titel „Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden“ die von Juli 2009 bis Mai 2011 mit großem Erfolg durchgeführte gleichnamige Wanderausstellung sowie die Tagungsdokumentation "Politische Partizipation von Frauen im 20. Jahrhundert“ jetzt online.
Rund 25.000 Frauen - 850 mehr als im Jahr zuvor - nahmen 2010 in Nordrhein-Westfalen Angebote der Frauen-Notrufe und Frauenberatungsstellen in Anspruch.
Über die Hälfte dieser Mütter leben mit einem Kind zusammen, über ein Drittel mit zwei Kindern.
Wie kommt die Umsetzung eines geschlechtergerechten Gesundheitssystems schneller voran? Die Veranstalterinnen des Workshops „Sie tickt anders. Er auch. Geschlechterspezifik in Medizin, Pflege, Forschung, Lehre...“ am 16. Mai in Bochum fragten bei Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, nach.
Das fordert der AKF e.V. (Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft) zum Welthebammentag am 5.5.2012 von der Politik und von berufspolitischen Gremien wie der Ärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und dem Berufsverband der Frauenärzte (BVF).
Frauen in Führungspositionen sind in Ingenieurbüros eher selten. Um das zu ändern und dazu beizutragen, dass sich der steigende Anteil von Absolventinnen im Bauingenieurwesen in den Unternehmen entsprechend widerspiegelt, starteten der Frau & Beruf e.V. im Kreis Warendorf und das FrauenForum e.V. Münster in Kooperation mit der Ingenieurkammer Bau NRW das Projekt "Auf Frauen bauen!"
Auf die Bedeutung der Hebammen wies Ministerin Barbara Steffens aus Anlass des "Internationalen Tags der Hebammen" hin. Hebammen unterstützen Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt, im Wochenbett und während der Stillzeit. Noch Handlungsbedarf gebe es bei der Verbesserung der finanziellen Situation von Hebammen.
„Einfach spenden. Doppelt helfen!“ – dieser Slogan steht für die dreimonatige Spendenkampagne des Kölner Frauennotrufs, die am 20. April 2012 begann und durch eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Aktionen flankiert wird. Die Bethe-Stiftung hat entschieden, die Arbeit der engagierten Kölner Notruffrauen mit einer Spendenverdopplung zu unterstützen.